Buchvernissage «Velowende»

19:00 Uhr, Talk mit den Autorinnen und Autoren

 

Kommentar zum Buch:
Unser Anspruch: Ein Buch für Alle, die Interesse an nachhaltigen, gesunden und attraktiven Städten und Gemeinden haben, und dafür mit guten Argumenten gerüstet sein wollen. Verstehen – Argumentieren – Umsetzen: Eine Wende hin zu mehr Veloverkehr ist ein Gewinn für uns Alle.

Velowende heißt nicht nur, etwas fürs Velo zu tun, sondern auch, die menschliche Mobilität als ein Ganzes zu verstehen. Solange das Velo aber nicht als gleichwertiges Transportmittel in diesem Gefüge anerkannt wird, wird es keine Verkehrswende geben. Denn: Velowende ist die Verkehrswende für die Praxis. Im Vergleich zu immer mehr Städten rund um die Welt hapert die Umsetzung in der Schweiz und in Deutschland: Veraltete Planungskonzepte, hinderliche Narrative und eine zögerliche Politik stehen einer raschen Velowende im Weg.

Zum Glück gibt es aber immer mehr erfolgreiche Gegenbeispiele: Städte wie Utrecht, Kopenhagen, Paris, Freiburg i.B. und Bern, die eine Vorreiterrolle einnehmen, mutige Entscheidungsträger:innen sowie eine zunehmend verbreitete Planungspraxis, basierend auf den Erkenntnissen der Veloländer Niederlande und Dänemark. Ihnen allen gemeinsam ist der Glaube an das Potenzial des Verkehrsmittels Fahrrad und eine klare  Prioritätensetzung in der städtischen Verkehrspolitik.

Für dieses Buch dienten die Niederlande und insbesondere die Stadt Amsterdam als Vorbild. Denn entgegen der allgemeinen Meinung war dort dem Velo als gleichwertigem Transportmittel der Weg keineswegs vorgespurt. Auch dort nahm bis vor Kurzem das Auto den dominierenden Platz auf den städtischen Straßen ein. Doch die Geschichte der Verkehrspolitik in den Niederlanden verlief zugunsten der Bedürfnisse der Menschen in den Städten. Darum haben diese heute Vorsprung.

Für diejenigen, die bisher noch nicht aufs Velo setzten, ist heute der beste Zeitpunkt dafür. Die Bevölkerung verlangt nach lebenswerten städtischen Straßen und Quartieren. Voraussetzung ist eine ernst gemeinte Prioritätensetzung für den Fuß- und Veloverkehr.